Ein Blick ins Innere: Mein Homelab im Midi‑Tower
Nicht jedes Homelab braucht ein Rack oder Enterprise-Hardware. Manchmal reicht ein solider Midi‑Tower mit durchdachter Bestückung, um Virtualisierung, Storage und Container zuverlässig rund um die Uhr zu betreiben. Genau so sieht mein aktuelles Setup aus.
Das Gehäuse: unscheinbar, funktional und erweiterbar
Als Basis dient ein schlichtes Corsair-Midi‑Tower-Gehäuse. Keine RGB-Spielereien, keine Glasfront – stattdessen Luftdurchsatz, Platz und Alltagstauglichkeit. Auf dem Regal daneben wirkt ein Lenovo ThinkCentre Tiny fast winzig und zeigt gut, wie unterschiedlich Homelab-Ansätze ausfallen können.
Speicherplatz für die Familie: 28 TB HDD-Kapazität
Der eigentliche Fokus liegt auf Storage. Verbaut sind eine WD Green mit 4 TB sowie drei Toshiba N300 mit jeweils 8 TB. Zusammen ergibt das reichlich Kapazität für Fotos, Backups und Langzeitdaten.
- NAS-optimiert: Für 24/7-Betrieb ausgelegt
- RV-Sensoren: Reduzieren Probleme durch Vibrationen in Multi‑Drive-Systemen
- Workload: Bis 180 TB/Jahr
- RAID-Unterstützung: RAID 0,1,5,6 und JBOD
Gerade bei Familienfotos oder wichtigen Projektdaten lohnt sich zuverlässiger Speicher mehr als maximale Geschwindigkeit.
Das Herzstück: Supermicro + Intel Core i7‑6700K
Im System arbeitet ein Supermicro C7Z270‑CG‑L mit einem Intel Core i7‑6700K. Obwohl die Plattform einige Jahre alt ist, reicht die Leistung für Container, NAS-Dienste und virtuelle Maschinen problemlos aus.
Als Systemlaufwerk dient eine Lexar NQ790 NVMe-SSD. Zusätzlich ist über einen PCIe‑zu‑M.2‑Adapter ein weiteres NVMe-Laufwerk eingebunden.
Im Idle liegt die CPU-Auslastung bei rund 2,4 %. Trotz mehrerer Dienste bleibt damit noch viel Reserve für neue Projekte.
32 GB RAM: viel Reserve für VMs und Container
Mit 32 GB DDR4 stehen im Alltag meist über 80 % freier Speicher zur Verfügung. Aktuell werden nur rund 5,3 GiB genutzt – genügend Spielraum für zusätzliche Services.
Stromversorgung: be quiet! Power Zone 650 W
Versorgt wird das System von einem be quiet! Power Zone mit 650 W. Für mehrere HDDs, NVMe-Laufwerke und die bestehende Plattform bleibt ausreichend Reserve.
Fazit
Das Setup zeigt gut, dass ein leistungsfähiges Homelab nicht zwangsläufig neue Hardware braucht. Ein älterer i7, ausreichend RAM und zuverlässige Festplatten reichen für viele Homelab-Aufgaben vollkommen aus – und lassen noch Spielraum für kommende Experimente.